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Negativ – und dann?

Der Kurs „Negativ – und dann“ wurde dieses Jahr erstmals angeboten. Er behandelt die Situation von Personen, die einen Wegweisungsentscheid erhalten haben und die Schweiz verlassen müssen. Manche von ihnen entscheiden sich dafür, dennoch in der Schweiz zu bleiben oder können nicht sofort ausreisen. Diese schwierige Situation wird von den Betroffenen oft als aussichtslos wahrgenommen und bedeutet auch für die Betreuerinnen und Betreuer eine Herausforderung. Ihnen soll der Kurs dabei helfen, diese zu meistern. Die Durchführung Mitte Mai besuchten insgesamt 19 externe und interne Teilnehmende. Die meisten von ihnen arbeiten selbst mit betroffenen Personen.

Der Kurstag startete im Kursraum der ORS in Zürich mit theoretischen Informationen und Hintergründen. Der Referent Constantin Hruschka von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe führte kompetent durch Themen wie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wichtigsten Zahlen und Fakten und die Möglichkeiten für abgewiesene Asylsuchende in der Schweiz – vom Stellen eines Härtefallgesuchs bis zur Rückkehrhilfe. Auch das Leben in der Nothilfe, vor allem in Bezug auf die Unterbringung und damit auch auf die Betreuung, wurde behandelt. Die Kursteilnehmenden lobten vor allem die angenehme Kursatmosphäre und den Raum für Fragen. Neben der Wissensvermittlung hatten sie die Gelegenheit, sich in Bezug auf ihre Betreuungsmöglichkeiten auszutauschen und so ihre Handlungskompetenz im Arbeitsalltag zu erweitern.

Am Nachmittag fuhr die Kursgruppe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gemeinsam zum Ausschaf-fungsgefängnis am Flughafen Zürich. Ein Teil der morgendlichen Theorie wurde so eindrucksvoll anschaulich. Nach einer Führung gab es die Möglichkeit, einem Mitarbeiter des Flughafengefängnisses Fragen zu stellen. Die Teilnehmenden machten rege davon Gebrauch. Entsprechend war für viele von ihnen der Besuch des Ausschaffungs- gefängnisses der persönliche Höhepunkt dieses Kurses und wurde als sehr lehrreich empfunden. Auch habe der Tag dabei geholfen, sich besser in die Situation der Betroffenen hineinversetzen und diese besser nachvollziehen zu können.

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