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Islam und aussereuropäisches Christentum

Der Kurs „Islam und aussereuropäisches Christentum“ ist einer der neuen Kurse im diesjährigen Weiterbildungsprogramm der ORS. Im Mai nahmen 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Einführung in diese beiden Weltreligionen teil und erfuhren auch, wie das Alltagsleben der Anhänger in der Schweiz geprägt ist.

Der erste Kurstag war dem Islam gewidmet. Neben allgemeinen Hintergrundinformationen zum Islam wurde beleuchtet, welche spezifischen Ausprägungen der Islam in den Herkunftsländern vieler Asylsuchender hat, wie Muslime in der Schweiz leben und organisiert sind und wie aktuelle Debatten zum Thema Islam geführt werden. Zum Abschluss des Kurstages wurde die bosnische Moschee in Schlieren besucht, wo der stellvertretende Imam Fragen beantwortete.

Der zweite Tag stand im Zeichen des aussereuropäischen Christentums, mit dem Fokus auf Afrika. Vorgestellt wurde nicht nur die Geschichte des afrikanischen Christentums, sondern auch verschiedene Ausprägungen und aktuelle dominante Strömungen wie etwa die Pfingstgemeinde. Nach Informationen über Initiativen und Projekte in Bezug auf afrikanische Migrationskirchen in der Schweiz fand auch dieser Kurstag an einem religiösen Ort seinen Ausklang: im Zentrum für Migrationskirchen in Zürich, wo Vertreter verschiedener Migrationskirchen Räumlichkeiten mieten können. Dort führte eine Vertreterin der kongolesischen Gemeinde durch das Zentrum und beantwortete die Fragen der Kursgruppe.

An beiden Tagen gewannen die Referenten –Dr. phil. Samuel M. Behloul von migratio und Prof. Dr. Andreas Heuser, Inhaber des Lehrstuhles für Aussereuropäisches Christentum an der Theologischen Fakultät Basel –  kompetent die Aufmerksamkeit der Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer. Diese nahmen selbst auch engagiert teil: An beiden Tagen entwickelten sich spannende Diskussionen in der Gruppe.

Der Kurs warf einen neuen Blick auf scheinbar bekannte Religionen und bot dadurch spannende Momente und Erkenntnisse: Etwa, warum im afrikanischen Christentum die Gottesdienste oft viel lauter gefeiert werden oder gar Leute in Trance verfallen. Darüber hinaus schätzte die Kursgruppe die Ausflüge in die Moschee und das Zentrum für Migrationskirchen;  vor allem wegen der Möglichkeit, dort einer Vertreterin oder einem Vertreter der jeweiligen Gemeinde Fragen zu stellen. Denn dadurch konnten sie einen direkten Bezug zum Betreuungsalltag herstellen

Damit wurde das wichtigste Ziel dieses Kurses erreicht: Die Sensibilisierung für die Hintergründe der Asylsuchenden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig darüber, dass das neue Wissen ihnen dabei hilft, mehr kulturelles Verständnis für die Asylsuchenden aufzubringen und deren Hintergründe und religiösen Bedürfnisse besser zu verstehen. Also ein gelungener und gut angenommener Kurs, der vermutlich seinen festen Platz im Weiterbildungsprogramm der ORS finden wird.

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