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Besuch in der GOPS Aarau

16. März 2017

Seit Dezember 2015 ist die GOPS – abgekürzt für geschützte Operationsstelle – in Aarau für Asylsuchende geöffnet. Aktuell sind 230 männliche Asylsuchende am Standort direkt neben dem Kantonsspital Aarau untergebracht.

Ein Grossteil der Asylsuchenden ist bereits seit der Eröffnung in der unterirdischen Unterkunft. Ein gewisser Alltag hat sich eingestellt und das Zusammenleben verläuft gut.

Doch wie sieht so ein typischer Tagesablauf beziehungsweise eine Woche in einer unterirdischen Asylunterkunft aus? Welche Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es?

Einen verpflichtenden und auch fixen Tagesplan gibt es nicht. Jeder Asylsuchende kann seinen Tag selbst bestimmen. Das Betreuungsteam der ORS bietet jedoch verschiedene Möglichkeiten an, um den Tag interessant zu gestalten. Beschäftigungsprogramme können wahrgenommen werden, Arzttermine werden vereinbart und es wird gemeinsam gekocht und gegessen und viel miteinander gesprochen.

Der Mittwoch ist jeweils ein sehr lebhafter Wochentag in der Unterkunft, da an diesem Tag die Auszahlungen stattfinden, neue Asylsuchende ankommen oder Asylsuchende zu anderen Unterkünften transferiert werden. Den Neuankömmlingen wird zu Beginn das Wesentlichste erklärt – wann immer möglich in der eigenen Muttersprache. Die Hausordnung wird erläutert und die Räumlichkeiten werden zusammen besichtigt. Die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel wird erklärt und ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Beschäftigungsprogramme ebenfalls gleich zu Beginn vorgestellt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich etwas Geld dazuzuverdienen und seinen Tag interessanter zu gestalten. Sei es beim Putzen der Unterkunft, beim Wäschewaschen, Brot backen, bei der Arbeit in einer Gärtnerei oder im Werkhof. Es gibt auch die Möglichkeit an Deutsch-Unterricht teilzunehmen, gemeinsam einen Spaziergang zu unternehmen oder sich handwerklich zu betätigen.

Die Selbstbestimmung und Selbständigkeit der Asylsuchenden steht im Mittelpunkt. Es ist ihnen selbst überlassen, ob sie etwas arbeiten und so etwas Geld dazuverdienen oder ob sie sich anderwärtig beschäftigen möchten. Viele freuen sich jedoch, wenn sie einer Beschäftigung nachgehen können.

Für ihre Verpflegung sind die Asylsuchenden selbst verantwortlich. In zwei grossen Küchen wird selbstständig gekocht. Abends kann auch jeder noch sein eigenes Brot backen. Diese Möglichkeit wird sehr gerne wahrgenommen. 

Es gibt bestimmt schönere Unterbringungsmöglichkeiten als eine unterirdischen Unterkunft. Daher ist es umso schöner, wenn es ein vielfältiges Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, damit sich der Alltag spannender und abwechslungsreicher gestaltet. 



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