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Asylsuchende helfen beim Lotsendienst

14. März 2017

Als im Frühjahr 2016 die Gemeinde und die Schule Bösingen (FR) nicht genügend Freiwillige für den Lotsendienst finden konnten, wandte sich Gemeindeammann Louis Casali kurzerhand an die ORS.

Damit die Schulkinder im Dorf sicher im Strassenverkehr von Zuhause in die Schule und wieder zurückkommen, sollten ihnen neben den einheimischen Eltern auch Asylsuchende als Lotsen bei der Strassenüberquerung helfen. Das Projekt stiess auf grosse Begeisterung und wurde sofort umgesetzt. Nach zwei Unterrichtsblöcken, einem theoretischen und einem praktischen, welche die Kantonspolizei Fribourg durchführte, konnten im vergangenen April bereits erste Asylsuchende den Lotsendienst übernehmen (die Berner Zeitung berichtete am 27.04.2016).

Trotz einigem Organisations- und Ausbildungsaufwand läuft das Projekt sehr gut. Das ursprünglich bis Sommer 2016 geplante Projekt startete mit neun Einsätzen pro Woche. Heute sind es bereits 23 mit insgesamt 13 Teilnehmenden.

Das Projekt ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Asylsuchenden sind froh, etwas zum Gemeinschaftswohl beitragen zu können, die Bösinger Anwohnerinnen und Anwohner lernen ihre neuen Nachbarn kennen, die Schülerinnen und Schüler haben einen sicheren Heimweg und die Gemeinde und Schule genügend Lotsen.

Sehr erfreulich ist, dass aufgrund der guten Zusammenarbeit und des grossen Erfolgs auch die Gemeinde Riaz (FR) einen Versuch startet und Asylsuchende als Lotsen ausbilden lässt.

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