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Einblick in das Leben in der Notunterkunft Brünnen

15. September 2016

Am 10. September fand in der Notunterkunft Brünnen in Bern ein Tag der offenen Tür statt. Rund 50 Besucherinnen und Besucher – die meisten von ihnen Anwohner aus dem Quartier oder Interessierte aus Bern West – ergriffen die Gelegenheit, um einen Blick in die Zivilschutzanlage zu werfen. Diese wird seit Anfang Juni als Asylunterkunft genutzt und bietet Platz für maximal 100 Asylsuchende. Aktuell sind etwa vierzig Männer, die meisten von ihnen aus Syrien, Eritrea oder Afghanistan, in der Zivilschutzanlage untergebracht.

Auf einem geführten Rundgang bekamen die Gäste einen Eindruck von den verschiedenen Gemeinschaftsräumen, der Küche und den Sanitäranlagen und konnten ihre Fragen zum Leben und Alltag der Asylsuchenden in der Unterkunft und in der Schweiz stellen. Im Begegnungsraum trafen sich Besucherinnen und Besucher mit den Asylsuchenden bei Kaffee oder Tee und Gebäck. Hierbei ergaben sich gemeinsame Gespräche und die Möglichkeit, die Asylsuchenden direkt nach ihren Erfahrungen und Geschichten zu befragen. Einige der jüngeren Besucher spielten mit den Asylsuchenden Ping Pong.

Auch die Koordinationsgruppe Freiwilligenarbeit für die NUK Brünnen war mit einem Informationsstand vertreten. Dort konnten sich Interessierte melden und über Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit für die Asylsuchenden aus der Notunterkunft Brünnen informieren.

Die Rückmeldungen der Besucher zum Tag der offenen Tür waren durchweg positiv. Viele von ihnen fanden es spannend, mehr über das Leben der unbekannten Nachbarn auf Zeit zu erfahren. So konnte der Anlass hoffentlich dazu beitragen, den Besucherinnen und Besuchern Einblick in das Leben der Asylsuchenden zu geben und eventuell vorhandene Berührungsängste abzubauen.



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