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Flauschige Freunde für Kinder auf der Flucht

29. Januar 2015

Über 1000 Teddybären bekommen diese Tage in der ganzen Schweiz neue Besitzer – darunter auch Buben und Mädchen, die im Durchgangszentrum Sonnenbühl in Oberembrach leben.

Manch eine 13-Jährige dürfte hierzulande über einen neuen Teddybären als Geschenk nicht mehr als ein  Stirnrunzeln übrig haben. Im Durchgangszentrum Sonnenbühl in Oberembrach hingegen war die Freude gestern  Morgen riesig, als da plötzlich 25 weisse, beige und braune Plüschbärchen auf dem Tisch standen und auf neue Besitzer warteten. Der Hintergrund des unerwarteten Geschenks: Der Discounter Aldi Suisse hatte im Rahmen der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» im Dezember zum gemeinsamen Bären-Bauen auf dem Europaplatz in Luzern eingeladen. Hüllen, Füllmaterial und Pullover im Miniformat standen für bastelfreudige Familien bereit – dabei sei darauf geachtet worden, dass die Lieferanten des Materials die Sozialstandards der BSCI (Business Social Compliance Initiative) erfüllen, wie das Unternehmen mitteilt. Kinderarbeit beispielsweise wolle Aldi Suisse keinesfalls unterstützen.

1000 Teddys gefüllt und in der ganzen Schweiz verteilt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Standaktion in Luzern konnten ihren fertigen Plüschbären entweder mit nach Hause nehmen – oder ihn aber vor Ort lassen, sodass er dereinst einem Kind aus einer Flüchtlingsfamilie gehören würde. Im Zuge dessen sind über 1000 Teddys zusammengekommen, die diese Tage in Durchgangszentren in der ganzen Schweiz verteilt werden.

Eines dieser Zentren ist das von der Ors Service AG betriebene Sonnenbühl. «Als Aldi Suisse uns angefragt hat, ob wir an der Aktion teilnehmen möchten, haben wir uns natürlich sehr gefreut», erzählte Ors-Mediensprecher Roman Della Rossa. Für die Kinder sei es gut, für ein Plüschbärchen sorgen zu können. «Das gibt ihnen eine Aufgabe und ein Gefühl der Verantwortung», meinte Della Rossa. Zudem sei das Sonnenbühl für solche Aktionen ideal, hat dieses doch eine eigene Schule und beherbergt entsprechend viele Familien und Kinder.

Die 25 Buben und Mädchen waren zunächst noch zurückhaltend, als die fremden Tiere aus der Kiste lugten. Die neuen Gefährten schlossen sie dann aber schnell ins Herz – und tauschten sie auch mal mit dem Gspänli, wenn dem die Farbe des eigenen Bären besser gefiel. Kurz darauf lagen die handgemachten Plüschtiere in den beiden Klassenzimmern verteilt, wurden immer wieder geknuddelt und herumgetragen. «Schön sind sie ja wirklich», bemerkte auch Bianca Casanova, stellvertretende Zentrumsleiterin.

                       

Quelle: Zürcher Unterländer, 29.1.2015.

Fotos: © ALDI SUISSE



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