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Asylsuchende stellen Krötenzaun auf

19. März 2015

Mit dem einsetzenden Frühling sind auch die Kröten aus dem Winterschlaf erwacht und unterwegs zu ihren Laichgewässern. Dabei überqueren sie oft stark befahrene Strassen. Vier Asylsuchende aus dem Durchgangszentrum Düdingen helfen in Rechthalten dabei, dass die Kröten dort sicher an ihr Ziel gelangen.

Mitte letzter Woche haben die Asylsuchenden einen 200 Meter langen Amphibienzaun errichtet und an beiden Enden sowie an zwei Stellen in der Mitte vier Eimer in den Boden eingelassen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Zaun zu umgehen, fallen die Kröten in die Eimer. Zwei Wochen lang werden jeden Morgen die in den Eimern gelandeten Kröten von den Asylsuchenden über die Strasse getragen und können ihren Weg unbeschadet fortsetzen.

ORS-Zentrumsleiter Coskun Karadag hatte schnell vier Freiwillige für den Einsatz gefunden, der von Urs von Daeniken vom Staatsekretariat für Migration (SEM) vermittelt wurde. Die Gemeinde schätzt dieses Engagement für den Naturschutz. Den Freiburger Nachrichten sagte Gemeinderat Hugo Schuwey: „Es ist nicht leicht, freiwillige Helfer zu finden, die bereit sind und Zeit haben, die Amphibienzäune jeden Morgen zu kontrollieren. So passte das Angebot perfekt.“



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