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Eröffnung einer Unterkunft für Asylsuchende in Losone

08. September 2014

Das Bundesamt für Migration (BFM) wird ab Ende Oktober in Losone (TI) eine weitere Unterkunft für neu angekommene Asylsuchende betreiben. Die Militärunterkunft mit einer maximalen Kapazität von 170 Betten wird vom BFM während drei Jahren betrieben werden.

Die Unterkunft in Losone wird als Aussenstelle des Empfangs- und Verfahrenszentrums Chiasso geführt. Die Eröffnung des Standorts ermöglicht es, auf kurzfristige Schwankungen der Asylgesuchszahlen zu reagieren. Zu diesem Zweck hat das BFM mit der Gemeinde Losone und dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) eine Vereinbarung abgeschlossen, gemäss welcher die ehemalige Kaserne San Giorgio di Losone während drei Jahren als Asylunterkunft genutzt werden kann. Seit der Annahme der Revision des Asylgesetzes (AsylG) kann der Bund seine eigenen Bauten nämlich während maximal drei Jahren zur Unterbringung Asylsuchender nutzen.

Welche Dienstleistungserbringer mit der Betreuung und der Sicherheit in den Asylunterkünften des Bundes beauftragt werden, wurde letztes Jahr nach einem Ausschreibungsverfahren bestimmt. In Losone wird sich das Unternehmen ORS Service AG um die Betreuung der Asylsuchenden und den Betrieb der Unterkunft kümmern, während Securitas die Sicherheit rund um die Uhr gewährleistet. Zusammen mit der Gemeinde Losone und den Nachbargemeinden erarbeitet ORS Beschäftigungsprogramme und sucht nach gemeinnützigen Arbeitseinsätzen für die Asylsuchenden. Dank der Bereitschaft des BFM und der Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde und der Bürgergemeinde Losone wurden bereits gemeinnützige Arbeitseinsätze mit in Chiasso und Biasca untergebrachten Asylsuchenden durchgeführt. Nach dem Asylgesetz richtet der Bund dem Kanton einen Pauschalbeitrag an die Sicherheitskosten und Beiträge an die Durchführung von Beschäftigungsprogrammen aus.

Wie in den anderen Zentren des Bundes wird dem Kanton Tessin als Kompensation die Bettenkapazität in Losone mit einem Faktor 1.0 voll an den Verteilschlüssel angerechnet. Das bedeutet, dass die 170 Betten vom Total der Asylsuchenden abgezogen werden, die der Kanton Tessin in seinen eigenen Unterkünften aufnehmen muss.

Es wird eine Begleitgruppe geschaffen, in der die Gemeinde, der Bund und die für die Sicherheit und die Betreuung zuständigen Unternehmen zusammenarbeiten. Diese wird für einen geordneten Betrieb sorgen und gegebenenfalls Massnahmen für ein reibungsloses Funktionieren der Unterkunft ergreifen.

Nach Ende der dreijährigen Nutzung als Unterkunft für Asylsuchende wird die ehemalige Kaserne San Giorgio von der Gemeinde Losone erworben.

Quelle: BFM, www.news.admin.ch



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