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Asylsuchende sorgen weiter für ein „Sauberes Meilen“

06. November 2014

Seit Anfang Mai reinigen Asylsuchende an Wochenenden öffentliche Anlagen in Meilen. Das Pilotprojekt hat sich bewährt und wird weitergeführt. Durchwegs positiv seien die Erfahrungen mit dem Beschäftigungsprogramm «Sauberes Meilen», sagt der Meilemer Gemeindeschreiber Didier Mayenzet.

Seit Anfang Mai sammeln jeweils fünf Asylsuchende am Samstag und Sonntagmorgen früh in den Seeanlagen und den Bahnhöfen Meilen und Herrliberg-Feldmeilen Abfall ein. Seither habe er keine einzige Beschwerde erhalten über öffentliche Plätze, die am Wochenende verschmutzt seien, sagt Mayenzet. «Das ist für mich ein messbarer Erfolg.» Bis Ende September ist das Projekt, das von der Firma ORS koordiniert wird, als Versuch gelaufen. Nun wird es im selben Umfang bis Ende 2016 weitergeführt. Das Programm richtet sich an Asylsuchende mit dem Status N. Ihnen ist es kaum möglich, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. «Die Arbeit gibt ihnen eine willkommene Struktur», sagt der Gemeindeschreiber.

«Keine Sparübung»

Die Einsatzteams sind immer wieder anders zusammengesetzt. «So ergeben sich zum Teil gute Bekanntschaften», sagt Didier Mayenzet. Ein Mitarbeiter der Firma ORS begleitet jeweils die Abfalltouren. Der Rahmenkredit für das Beschäftigungsprogramm beträgt pro Jahr 21 000 Franken. Die Freiwilligen erhalten für jeden Einsatz eine Motivationszulage von 12.50 Franken. Zusammen mit der Entschädigung, welche die Gemeinde an die Firma ORS bezahle, komme das in etwa gleich teuer, wie wenn eigene Unterhaltsleute die Plätze sauber halten müssten, sagt Mayenzet. «Das Programm ist demnach keine Sparübung, eher eine Aktivierungsübung. » Die Asylbewerber könnten auf diese Weise sinnvoll beschäftigt werden und der Allgemeinheit etwas zurückgeben.

 

Quelle: Zürichsee Zeitung, 3.11.2014



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