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Rezepte aus aller Welt: ein Kochbuch von Asylsuchenden

20. Juni 2013

Im Rahmen einer Projektarbeit hat eine Betreuerin aus dem Transitzentrum Zürich-Flughafen gemeinsam mit Asylsuchenden Rezepte aus deren Heimatländern zusammengetragen und nachgekocht.

An zahlreichen Kochnachmittagen erfuhr das Betreuungsteam des Flughafens Zürich nicht nur etwas über landestypische Gerichte, sondern machte auch sehr viele positive zwischenmenschliche Erfahrungen: Vermeintlich unbeholfene junge Frauen und Männer zauberten in der Küche Gerichte, die allen schmeckten und die sogar pünktlich serviert wurden – auch wenn es während des Kochens gelegentlich chaotisch aussah. Die geheime Zutat: Teamarbeit unabhängig von Nationalität und Kultur.

Alle Arbeitsschritte wurden von der Betreuerin dokumentiert. Das Ergebnis ist ein gebundenes Kochbuch mit vierzehn Rezepten aus neun Ländern. Je Doppelseite wird ein Gericht mit Einkaufsliste und genauer Anleitung vorgestellt. Eingeleitet wird jedes Rezept mit einer kurzen Anekdote. Diese gewährt Einblick, zu welcher Gelegenheit die Asylsuchenden das Gericht in ihrer Heimat zubereiteten oder wie es beim Kochen zuging.

Denn während des Kochens gab es immer wieder amüsante Situationen. So erklärte beispielsweise ein Asylsuchender aus Kenia der Projektleiterin, er benötige eine offene Feuerstelle für die Zubereitung seiner «Chapatis». Nach einigen Diskussionen und Erklärungen stellte sich heraus, dass der Mann noch nie zuvor einen Backofen geschweige denn einen Glaskeramikherd gesehen hatte und deren Funktionen nicht kannte. Das kenianische Rezept des Chapati Beefs konnte dann doch noch zubereitet werden.

Das in limitierter Auflage produzierte Buch ist nicht im Handel erhältlich und wird zu ausgewählten Anlässen verschenkt.


 



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