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Entdecken, erleben, erforschen mit der Rucksackschule

02. Mai 2013

„Auch Kinder von Asylsuchenden sollen die Natur- und Waldwelt der Schweiz kennen und schätzen lernen.“

Dieses Motto nahm die Rucksackschule aus Zürich zum Anlass, als sie anfangs 2013 die ORS kontaktierte. Aus dieser Anfrage hat sich nun ein tolles und interessantes Projekt für Kinder in den Asylzentren entwickelt. Mittlerweile fand der erste Erlebnisnachmittag bereits statt. „Der Nachmittag war ein voller Erfolg. Die Augen der Kinder strahlten mit den Sonnenstrahlen um die Wette“, so eine Begleitperson.  Drei weitere Daten für neue Abenteuer stehen bereits für diesen Frühling fest.

Was und wer ist die Rucksackschule?

Die Rucksackschule ist ein gemeinnütziger Verein, der 1991 gegründet wurde. Zu seinen Zielen gehört es, Menschen für die Natur zu sensibilisieren und Naturkenntnisse zu vermitteln, damit ein Verständnis für eine nachhaltige Entwicklung entsteht. Das Team der Rucksackschule besteht aus Pädagoginnen und Pädagogen und aus Naturwissenschaftlern. Mit viel Engagement plant die Rucksackschule ihre Veranstaltungen gemeinsam mit der jeweiligen Zielgruppe. Das Angebot ist auf die Bedürfnisse und das Anforderungsprofil der Teilnehmenden massgeschneidert. So wird bei den asylsucheden Kindern das Grundverständnis verankert, worauf man im Umgang mit dem Wald achten muss und welche Erlebnisse die Natur bieten kann. Die Gruppe wird von einem Übersetzer begleitet, damit die asylsuchenden Kinder von den Ausflügen möglichst viel verstehen und somit auch profitieren können. Wenn die Kinder das Gelernte und Erlebte verstehen, können sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei einem nächsten Ausflug in den Wald auch ihren Eltern weitergeben.

Der erste Erlebnistag, ein voller Erfolg

Am 24. April 2013 fand der erste Ausflug mit der Rucksackschule statt. 16 Kinder unterschiedlichster Nationen aus dem Durchgangszentrum Embrach verbrachten den Nachmittag im nahegelegenen Wald. Die Kinder lernten, welche Blumen und Kräuter aus dem Wald essbar sind, sie führten sich gegenseitig mit verbundenen Augen durch den Wald, mit der Absicht ihren Spielkameraden und der Natur mehr Vertrauen zu schenken. In einem nächsten Experiment wurde der Blickwinkel der Kinder verändert, indem sie sich einen Spiegel unterhalb der Augen hinhielten, so dass sie mit dem Blick nach unten die gespiegelte Welt der  Baumkronen, des Himmels und der Gegebenheiten über ihnen sehen konnten. Das ganze Verständnis für die Natur wurde auf spielerische Art vermittelt. Damit sich die Kinder auch genügend austoben konnten,  lehrte das Team der Rucksackschule den asylsuchenden Kindern einige typische Spiele, die die Kinder im Wald auch für sich spielen können (z. B. Fangen, Verstecken, etc.)

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