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Beschäftigung: Wanderwege im Kanton Solothurn

21. August 2013

Um Asylsuchende beschäftigen zu können, bietet die ORS eine umfassende Tagesstrukturierung sowie spezielle Bildungs- und Beschäftigungsprogramme an. Im Kanton Solothurn ist das für Beschäftigung zuständige Team der ORS besonders aktiv: Es organisiert eine Vielzahl gemeinnütziger Beschäftigungsprogramme in und um Solothurn. Momentan werden in 25 Projektstellen bis zu 50 Asylsuchende pro Tag beschäftigt.

1000 Halbtage gemeinnütziger Arbeit pro Monat können so geleistet werden. Dazu gehören verschiedene gemeinnützige Arbeiten wie Anti-Littering-Programme, Konfektionierungs- und Recyclingprogramme und Werkstatt- und Infrastrukturprojekte.

Ein beachtenswertes Projekt ist die Kooperation mit dem Verein Solothurner Wanderwege: Asylsuchende bessern im Auftrag des Kantons Solothurn Wanderwege aus und richten diese wieder her, zum Beispiel im Chastelbachtal bei Himmelried, wo ein Wanderweg entlang der Chastel samt Steg von herabrutschenden Erdmassen verschüttet wurde und seitdem nicht mehr passierbar war.

Die ORS bekam vom Verein Solothurner Wanderwege, der im kantonalen Auftrag für den Erhalt der Wanderwege zuständig ist, Anfang des Jahres Informationen über Einsatzmöglichkeiten und suchte passende Projekte aus. Allein im Chastelbachtal wurden seit April dieses Jahres insgesamt bereits mehr als 1200 Arbeitsstunden Instandsetzungsarbeiten geleistet. Pro Tag beteiligen sich bis zu 25 Asylsuchende aus den drei Zentren Selzach, Balmberg und Oberbuchsiten an dem Projekt.

Die Asylsuchenden melden sich freiwillig für die Arbeitseinsätze. Zwei von ihnen bereiten vor Ort ein Mittagessen zu. Die überwiegend jungen Männer können ihre Kraft bei der harten körperlichen Arbeit zielgerichtet einsetzen und selbstständig arbeiten. Die Tätigkeit bietet nicht nur Tagesstruktur, sondern auch Abwechslung zum Alltag im Durchgangszentrum und die abendliche Befriedigung, etwas geschafft zu haben. Dadurch wird auch das Zusammenleben in den Asylunterkünften positiv beeinflusst.

Entsprechend erfreulich fällt das Fazit von Peter Wenger, Operativer Leiter der ORS für den Kanton Solothurn, aus: "Bei meinen Besuchen an den Einsatzorten erlebe ich durchweg Positives. Die Programmteilnehmer sind hochmotiviert, leistungsbereit und zufrieden. Eine Win-Win-Geschichte. Die Asylsuchenden erhalten eine sinnvolle Tagesstruktur, indem sie unter fachlicher Anleitung Arbeiten erledigen, für welche die Ressourcen eigentlich fehlen."

So schaffen die Asylsuchenden mit ihrem Einsatz auch einen Mehrwert für die Bevölkerung: Der Wanderweg durch das Chastelbachtal wäre ohne ihre Anstrengungen immer noch gesperrt und nicht begehbar. Jetzt ist er wieder zugänglich und wird bald abgesichert und durch die Bestufung des Hanges langfristig besser vor Erdrutschen geschützt sein.

Der Verein Solothurner Wanderwege ist mit der geleisteten Arbeit sehr zufrieden. Als Hinweis für die Bevölkerung werden am Wegrand Tafeln angebracht, die den Einsatz der Asylsuchenden würdigen.

 

          

 

 



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